zukunftshaus:

das zukunftshaus

Das Zukunftshaus will nachhaltigen Konsum alltagstauglich machen. Um dies zu erreichen, haben wir ein ausführliches Konzept mit konkreten Plänen für jeden der geplanten Bereiche (siehe weiter unten) einschließlich der Finanzierungsmöglichkeiten erstellt und Gespräche mit vielen PartnerInnen geführt. Schritt für Schritt gehen wir nun die Umsetzung an:

Aufbau eines „Zukunfts-Netzwerkes“ durch den Verein Zukunftshaus:
Ein starkes Netzwerk ist das Fundament des Zukunftshauses. Aktuell werden Absichtserklärungen mit PartnerInnen (Geschäften, Vereinen, Einrichtungen, Initiativen etc.) ausformuliert und unterschrieben. Die Inhalte der Erklärungen reichen von allgemeinen Unterstützungszusagen bis hin zur Beteiligung als Mitmieter oder Kooperationspartner an der geplanten Immobilie.

Aufbau eines „virtuellen Zukunftshauses“ in Form einer Online-Plattform mit allen Partnern:
Alle Mitglieder des Zukunfts-Netzwerkes erscheinen auf einer neuen Online-Plattform, die als virtuelles Zukunftshaus verbildlicht, was im nächsten Schritt physisch erlebbar sein wird. Damit senden wir ein positives Signal an die Öffentlichkeit: Es geht voran, es gibt viele UnterstützerInnen und wir ermutigen weitere PartnerInnen mitzumachen.
Diese Schritte sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Gründung der Zukunftshaus gGmbH und Fertigstellung des Businessplans:
Der Businessplan wird bereits jetzt parallel zur Unterzeichnung der ersten Absichtserklärungen stetig weiterentwickelt. Steht das Netzwerk und damit auch, welche Bereiche von wem übernommen/angeboten werden, welche Gesamtmiete bezahlbar ist etc., kann auch der Businessplan auf soliden Zahlen aufbauen.
Anfang 2020 soll dann eine gemeinnützige GmbH gegründet werden, welche die weiteren Schritte zur Umsetzung des Zukunftshaus plant. Der Verein wird einen Gesellschafteranteil an der gGmbH übernehmen.

Verhandlungen mit Partnern:
Die Absichtserklärungen müssen in Verträge mit Untermietern/Kooperationspartnern umgewandelt werden.

Mietvertrag, Einrichtung, Eröffnung:
…damit es nicht bei der Vision bleibt!

Folgende Säulen/Bereiche sind die Grundlagen des Zukunftshauses und schaffen durch Ihre Breite vielfältige und niederschwellige Zugänge.

1. leihen:

Artikel, die nur kurz oder selten gebraucht werden, gegen eine Gebühr ausleihen. Die Produkte können online reserviert werden. Eine Lieferung nach Hause mit dem Fahrradkurier ist möglich.

Beispiele:
Werkzeug (Bohrmaschine, Heckenschneider …)
Camping und Reisen (Zelt, Koffer …)
Sport (Spiele, Ausrüstung …)
Feiern (Tafelgeschirr, Tische …)
Besuch kommt (Reisebett, Autositz …)
Kinderartikel (Spielzeug, Fahrzeuge …)
Gesundheit/Wellness (Gehhilfe, Anziehhilfe, Haarglätteisen, …)

2. tauschen:

Geldfreies Tauschen (Schenken) finanziert über Sponsoring. Alle 2-3 Wochen wechselt das Tauschthema. So kommen ungenutzte, aber noch gut erhaltene Produkte in einen Kreislauf. Gleichzeitig ändert sich das Angebot täglich, da immer wieder neue Dinge abgegeben werden. So ist es immer interessant, in das Zukunftshaus zu kommen. Die Tauschthemen werden mit einem Tauschkalender angekündigt.

Beispiele:
Kleidung (Kinder und Erwachsene)
Saisonales (Weihnachten, Ostern)
Gartenartikel (Werkzeuge, Sämereien, Pflanzen)
Modeaccessoires (Taschen, Schals, Schmuck)
Bücher und Filme
Haushaltsartikel
Spielzeug und Sportartikel

Durch die Bereiche 1 und 2 werden einerseits Ressourcen und damit unsere Umwelt geschont, andererseits auch der eigene Geldbeutel. So können mehr Menschen bei notwendigen Neuanschaffungen und Verbrauchsgütern auf hochwertigere, teurere Produkte zurückgreifen.

3. kaufen:

Es wurde ein klarer Kriterienkatalog entwickelt, nach dem die angebotenen Produkte bewertet werden: regionale, ökologische, faire Produkte mit langer Lebensdauer und Reparierbarkeit. Das Sortiment umfasst Gebrauchsgüter und Lebensmittel. Es wird anhand der Kriterien eine klare Auswahl getroffen im Sinne des „best practice“-Ansatzes: Die Produkte, welche die Anforderungen am besten erfüllen, werden ins Sortiment aufgenommen. Nicht für alle Produktgruppen sind die Kriterien gleichermaßen erfüllbar (Vergleich Regionalität bei Lebensmitteln und Kleidung). Der Verbaucher erspart sich die „Qual der Wahl“, da er sich sicher sein kann, die ökologischste und fairste Variante zu kaufen.
Neben dem klassischen Einzelhandel fällt in den Bereich „Kaufen“ auch die Vermittlung „grüner Dienstleistungen“ (Bank, Energie, Reisen etc.).

4. gastro:

Ein Café mit regionalem Essen und Platz für Kulturelles, Netzwerken und zum Ideentausch. In diesem Gastro-Bereich können wir viel von den Ansätzen des Zukunftshauses umsetzen: Zero-Waste-Prinzip, Recycling, Regionalität. Außerdem soll das Zukunftshaus auch ein Ort der Begegnung werden. Daher ist ein Gastro-Bereich unerlässlich.

5. co-working:

Ausgestattete Büroräume, die durch flexible Trennwände individuell gestaltet werden, können stunden- oder tageweise gemietet werden. Durch die flexible Größeneinteilung können wir neben Einzelbüros und Schreibtischen auch einen großen Versammlungsraum anbieten. Oder Zwischengrößen für Kursangebote. Durch die vorhandene Gastronomie können Mieter auch gleich die Verpflegung dazubuchen.

6. werkstatt:

In Kooperation mit vorhandenen Unternehmen wie Schustern, Nähern und Reparaturwerkstätten sollen Gebrauchsgüter wieder instand gesetzt werden. Unser Ziel: Die Kunden sollen mit fast allen Artikeln zu uns kommen können, um sie reparieren zu lassen: von Kleidung über Elektrogeräte bis zu Fahrrädern.